Laut Wikipedia stammt der Begriff „Integrität“ vom lateinischen „integritas“ ab - was ungefähr so viel bedeutet wie Unversehrtheit, Ganzheit oder Makellosigkeit. Im psychologischen Kontext ist mit Integrität eine fundamentale Charaktereigenschaft gemeint. Sie beschreibt das Handeln nach festen ethischen Grundsätzen und/oder moralischen Prinzipien - und zwar selbst dann, wenn niemand zusieht oder persönliche Nachteile drohen.
Integre Menschen werden als authentisch und echt wahrgenommen. Sie gelten als ehrlich und verlässlich - ihr Verhalten als lauter. Für ihr Umfeld sind sie bisweilen unbequem. Das Gegenteil von Integrität ist Heuchelei (sich selbst und anderen etwas vor machen, so tun als ob), keine eigene Meinung haben, sich verhalten wie ein Fähnlein im Wind, welches sich stets in die Richtung dreht aus der dieser weht.
Das seelische Thema der Integrität steht in einem direkten psychosomatischen und neurobiologischen Zusammenhang mit unserem Körper. Wenn wir nämlich entgegen unserer eigenen Wertehaltung handeln oder unsere Individualgrenze verletzen lassen, reagiert der Körper wie auf eine physische Bedrohung.
Die wichtigsten körperlichen Zusammenhänge offenbaren sich im Nerven- und Immunsystem, im Magen-Darm-Trakt, im Herz-Kreislauf-System, in der Körpersprache insbesondere der Körperhaltung.
Körpersprache - innere Haltung & Körperhaltung
Fehlt die seelische Ganzheit (Vollständigkeit, Vollkommenheit), spiegelt sich das in der Psychomotorik. So zeigt sich eine integre Haltung in einer freien, aufrechten Körperhaltung und in einer
relativ entspannten Mimik. Fehlt die Integrität, wird sie z.B. von Scham gedeckelt oder weil die Person glaubt, sich verstellen zu müssen, führt dies zu einer schützenden, eingefallenen
Körperhaltung, die i.d.R. mit einem unbewussten Abwehrmechanismus im Bewegungsmuster gekoppelt ist.
Wer unlauter handelt z.B. weil er sich selbst und andere täuscht, belügt, sich verstellt und/oder die eigenen Werte und Prinzipien für einen anderen Vorteil verrät, versetzt sein Gehirn in anhaltende Alarmbereitschaft.
Dies hat zur Auswirkung, dass das sympathische Nervensystem aktiviert wird. Eine Folge davon ist ein dauerhaft erhöhter Stresshormonspiegel von Adrenalin und Cortisol.
Es stellen sich Symptome wie Herzrasen, erhöhter Blutdruck, flache Atmung und Muskelverspannungen- besonders im Kiefer- und Nackenbereich, ein.
Auf Dauer anhaltende innere Konflikte und das Gefühl unvollständig und/oder sich selbst und anderen gegenüber unaufrichtig zu sein, schwächen die Immunabwehr.
Chronisch psychosozialer Stress durch Integritätsverlust führt zu einer Fehlregulation der Zytokine (Entzündungsbotenstoffe).
Höhere Anfälligkeit für Infekte und verzögerte Wundheilung sind die Folgen. Darüber hinaus werden chronisch entzündliche Prozesse begünstigt.
Das „Bauchgefühl“ und der Magen-Darm-Trakt
Wenn uns eine Thematik sprichwörtlich „auf den Magen schlägt“ hat das erfahrungsgemäß etwas mit dem enterischen Nervensystem des Verdauungstraktes zu tun. Dieses reagiert extrem sensibel auf
seelische Dissonanzen. Wenn wir also gegen unsere innere Wahrheit leben, rebelliert die Darm-Hirn-Achse. Es treten Beschwerden auf wie Krämpfe, Übelkeit, Durchfall, Sodbrennen, Reizmagen,
Das Herz-Kreislauf-System
Integrität sorgt innere Ruhe und ein Gefühl der Verbundenheit - während ein Mangel daran zu innerer Zerrissenheit führt. Laut medizinischer Psychosomatik erhöhen ungelöste moralische Konflikte das
Risiko für Bluthochdruck und funktionelle Herzbeschwerden.
Du willst mehr über diese Thematik wissen? Möchtest an Deiner eigenen Integrität arbeiten, um Dir ein Leben zu entwerfen, welches Dir wirklich entspricht?
Dann kontaktiere mich mich gerne. Nutze dazu das Kontaktformular oder nimm ganz einfach via WhatsApp Verbindung mit mir auf.
|
|
|