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Traumatic Bonding 

 ... und die Macht der Verführung 

Bleiben Menschen trotz seelischem und körperlichen Missbrauchs in einer Beziehung, spricht vieles dafür, dass sie traumatisch gebunden sind und Liebe mit Abhängigkeit verwechseln. 

 

Hier erfährst Du 

  • wie das s.g. Traumatic Bonding (auch Trauma Bonding) entsteht
  • warum Menschen Gefahr laufen retraumatisiert zu werden 
  • wie solche Traumata bewältigt und destruktive Bindungsmuster gelöst werden können

Mein Name ist Daniela Linke-Slawinski, ich bin PsychoEnergetikerin und arbeite traumasensibel mit Mensch und Tier.

Was ist ein (Psycho)trauma?

 

Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wunde. In der medizin wird ein Trauma als durch Gewalteinwirkung entstandene Verletzung eines Organismus' bezeichnet - in der Psychologie als starke psychische Erschütterung, welche noch lange im Unterbewusstsein nachwirkt. Quelle: Wikipedia

 

Das Traumageschehen ist für den Verstand des Betroffenen etwas absolut Unfassbares. Da passiert(e) etwas, was jenseits des bisherigen Vorstellungsvermögens lag. Zusätzlich signalisiert das menschliche Gespür für Konsistenz (Stimmigkeit): was hier vor sich geht, ist nicht ok. Ein zusätzliches Problem kommt, dazu, wenn sich die Opfer von ihrem Umfeld weder wahr- noch ernstgenommen fühlen - wenn niemand etwas bemerkt haben will und niemand half. 

 

Betroffene fühlen sich:

  • dem Täter / der Situation ausgeliefert
  • selbst hilf- und machtlos
  • voller Angst und Verzweiflung

 

Wann sprechen wir von Taumatic Bonding?

Weder gibt es eine allgemeingültige Definition, noch einen "Kriterienkatalog". Es ist jedoch davon auszugehen, dass in (re)traumatisierenden Beziehungen, bestimmte Faktoren gemeinsam wirksam sind:

  • Abhängigkeit des Opfers vom Täter - es gibt ein unverkennbares Machtungleichgewicht
  • wiederkehrende Misshandlungen psychischer und/oder physischer Natur
  • unverhersehbarer Wechsel zwischen Belohnung und Bestrafung

Menschen können jederzeit Traumata erleiden. Im Gegensatz zur Traumatisierung im Erwachsenenalter, können Bindungstraumata in den ersten sieben Jahren, der Prägungsphase eines Menschen, gewohnheitsbildend sein. Der Traumatisierte hält es trotz Verzweiflung für "irgendwie normal", dass so mit ihm umgegangen wird - zumal die Täter durch ihr Verhalten Selbstverständlichkeit suggerieren. Und so treffen ehemalige Trauma-Bonding-Opfer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, unbewusst beeinflusst von ihrer Vorgeschichte, in nahen Beziehungen erneut auf Menschen, von denen sie schlecht behandelt werden. 

 

Welche Formen von Trauma-Bindungen sind zu beobachten?

Traumatic Bonding kann in völlig verschiedenen Zusammenhängen vorkommen. Neben Nähe und Vertrautheit ist ein typisches Merkmal, dass es zwischen Opfer und Täter ein deutliches Machtgefälle gibt - darüber hinaus ggf. existenzielle Abhängigkeiten wirksam sind, wie z.B. zwischen Eltern und Kindern, Vorgesetzten und Mitarbeitenden, Therapeut und Patient. 

In re-inszenierten Trauma-Bindungen am häufgsten anzuteffen, sind Partnerschaftskonflikte. Man sagt zwar, was sich neckt, das liebt sich - wenn aus diesen Neckereien jedoch Sticheleien werden, die darauf abzielen, dass der Selbstwert des Gegenübers im negativen Sinne beeinträchtigt werden soll, hört der Spaß auf. 

 

Typische Täter-Verhaltensweisen:  

Überlegenheitshabitus und Einfordern von Unterwerfung des Beziehungspartners

  • Übergriffigkeit (verbal, ggf, körperlich, fehlendes Gespür dafür, was (un)angemessen ist)
  • Unterdrückung der Autonomie des Opfers ggf. durch Isolation
  • Verbote z.B. mit anderen über etwas zu sprechen und Strafandrohung für den Fall, wenn doch
  • Ausnutzen der Schwachpunkte des Opfers 
  • Schüren von Selbstzweifeln
  • Problem- und Konfliktaufrechterhaltung
  • offene und/oder subtile Aggressivität
  • strategische Demonstration eigener emotionaler Verwundbarkeit

 

Typische Opfer-Verhaltensweisen: 

  • Selbstverausgabung - versucht um jeden Preis zu gefallen und es recht machen
  • unermüdliches "Sich-am-Täter-abarbeiten"
  • Überanpassung und Selbstverleugnung
  • unterwirft sich den Wünschen des Täters, auch wenn diese den eigenen Bedürfnissen entgegenstehen
  • Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse (Fokus ist stets auf den anderen ausgerichtet)
  • Aufrechterhaltung der eigenen Bedürftigkeit / Abhängigkeit (hohe Veränderungsresistenz)

IInnere Unruhe, allgemeine Angstzustände, Antriebs- und Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug, Phasen anhaltender Traurigkeit und Burnout sind Symptome, die auf ein Verharren in einer dysfunktionalen Beziehung schließen lassen.

 

Traumatic-Bonding-Opfer erschöpfen sich bis zur Selbstaufgabe. Ihr unermüdliches "Gefallen wollen", ermöglicht dem Täter erst, sie für seine Motive zu instrumentalisieren. 

Auffälligkeiten, die auf ein Traumatic-Bonding hinweisen  

  • das Opfer verinnerlicht die Täter-Perspektive 
  • das Opfer übernimmt die alleinige Verantwortung für Erlebtes - gibt sich selbst die Schuld
  • das Opfer will um jeden Preis gefallen / immer alles recht machen
  • zunehmende Verschlechterung des Selbstwertgefühls des Opfers und Zunahme von Selbstzweifeln
  • Versuche die Demütigungen geheim zu halten bzw. das Verhalten des Täters vor Dritten zu rechtfertigen
  • das Gefühl, dass ein unermüdliches Bemühen um die Verbesserung der Beziehung stets nur vom Opfer ausgeht 
  • das Opfer löst sich nicht aus der Beziehung bzw. wiederholte Rückkehr zum Täter

Die Funktionsweise von Trauma-(Ver)Bindungen  

Die Grundlage solcher Beziehungen ist Resonanz. Beide Energiefelder ziehen sich gegenseitig an wie das Licht die Motten anzieht. Die Beziehungspartner verhalten sich wie Schlüssel und Schloss, wobei sich eine Seite unbewusst wie von selbst in die abhängig unterlegene Position begibt. Die andere Seite nimmt die dominante, kontrollierende Rolle ein. Je unterwürfiger sich das Opfer verhält und je mehr es sich um die Liebe des Gegenübers bemüht, desto übergriffiger und selbstgefälliger verhalten sich die Täter.

 

Menschen werden zu dem, was sie wiederholt tun. Auch deshalb ist die Ablösung aus derart unheilvollen Beziehungen für die Opfer so schwierig. Die Macht der Gewohnheit, ganz automatisch die Opferrolle einzunehmen, ist groß. Darüberhianus unterbrechen Täter die Demütigungen bei Bedarf und ersetzen diese durch Freundlichkeit und Fürsorge, bis sie sich des Verbleibs des Opfers in der Beziehung wieder sicher sein können. 

 

Menschen, die in ihrer Kindheit bereits traumatisierende Beziehungserfahungen machen mussten, neigen dazu, diese mit neuen Beziehungspartnern zu wiederholen (Re-Inszenierung). Grund dafür ist die Sehnsucht, endlich zu erfahren, dass sie doch gut genug sind. Diese Menschen haben ein bis dato ungestilltes Bedürfnis nach "Angenommen-werden". Sie suchen nach dem bestätigenden Gegenüber, welches ihnen in ihrer Kindheit so sehr gefehlt hatund sind dadurch gefährdet, schon bei kleinsten Sympathie- / Liebesbezeugungen zu entflammen und sich verführen zu lassen. 

 

Welche Auswirkungen hat TRaumatic-Bonding?  

Jede Traumatisierung hat Folgen - insbesondere dann, wenn diese in der kindlichen Prägungsphase eines Menschen und durch dem Opfer nahestehende Personen stattgefunden haben.

  • negatives Selbstbild, geringes Selbstwertgefühl, Selbstzweifel
  • Scham- und Schuldgefühle
  • Beziehungsvermeidung, sozialer Rückzug - Einsamkeit
  • Auffälligkeit für psychische Erkrankungen / Suchtgefährdung
  • Re-Inszenierung: Wiederholung dysfunktionaler Beziehungsdynamiken
  • Erlernte Hilflosigkeit und Problemaufrechterhaltung, weil der Mensch der Meinung ist, nichts an seiner Situation ändern zu können > Rückzug auf die Opfer-Rolle statt zum aktiven Gestalter seines eigenen Lebens zu werden

Lässt sich ein Traumatic Bonding lösen? Und wenn ja, wie? 

Lebensstilbedingt kann Traumatisierung zu völlig unterschiedlichen inneren Beschlüssen des Traumatisierten führen. Während einige Opfer resignieren, gehen andere an, was die Individualpsychologie "Überwindungsstreben" nennt. Grundsätzlich lässt sich diese Frage jedoch mit einem klaren JA! beantworten - Voraussetzung ist ein entsprechend starker und beständiger Wille des unterdrückten Beziehungspartners aus der Opferrolle auszusteigen. Dieser entfaltet sich erfahrungsgemäß meist erst bei einem entsprechendem Leidensdruck. Für den Ausstieg aus der Opferrolle ist es sinnvoll, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus müssen sich Betroffene darüber klar sein, dass dieser Weg ein steiniger ist und tatsächlich harte Arbeit bedeutet. 

 

Die Selbstauseinandersetzung, insbesondere mit den Beziehungsmustern des Herkunftsfamilien-Systems und der eigenen Rolle darin, ist erfahrungsgemäß äußerst erkenntnisreich, zugleich unverzichtbar um weiterer Re-Inszenierung Einhalt zu gebieten. Wer jedoch den Mut aufbringt, diesen Weg zu gehen, wird nachhaltig mit einem deutlichen Plus an Lebensqualität belohnt. 

Daniela Linke-Slawinski
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