Das Konzept der Salutogenese wurde vom Medizinsoziologen Aaron Antonovsky in den 1970er Jahren entwickelt. Während sich die traditionelle Pathogenese (pathos = Leiden) mit der Entstehung und Behandlung (Bekämpfung) von Krankheit beschäftigt, ging Antonovsky von der Frage aus: „was ist es, was Menschen (einen lebenden Organismus) gesund hält bzw. ihm wieder zu Gesundheit und Wohlergehen verhilft?“ Er richtete seinen Fokus darauf aus, welche Faktoren und Prozesse dazu beitragen, dass Menschen (lebende Organismen), trotz widriger Umstände oder Belastungen leistungsfähig bleiben bzw. ihr Wohlergehen und ihre Gesundheit wieder herstellen können.
In diesem Zusammenhang verwies Antonovsky darauf, dass Wohlergehen (Gesundheit) und Leiden (Krankheit) nicht als feste Zustände zu betrachten sind, sondern als zwei Pole auf einem Kontinuum. Er betonte, dass sich JEDER lebende Organismus, während seines gesamten Lebens ständig zwischen diesen beiden Polen von einerseits Wohlergehen (Gesundheit) und andererseits Leiden (Krankheit) bewegt.
Ein zentrales Element der Salutogenese ist der so genannte Kohärenzsinn (Sense of Coherence). Ist unser Kohärenzgefühl hoch, haben wir das Gefühl „Herr der Lage zu sein“.
Laut Antonovsky besteht der Kohärenzsinn aus drei Komponenten bzw. tragen diese Komponenten zu einem hohen Kohärenzgefühl bei:
Das Vertrauen, dass die Ereignisse im Leben, unter Umständen auch schwierige Situationen, erklärbar, strukturierbar und einordenbar sind – und damit in gewisser Weise vorhersehbar, vorhersagbar und berechenbar werden. Das Geschöpf versteht, was um es herum geschieht, es kann es sich erklären bzw. ist in der Lage, Informationen einzuholen, welche ihm Erklärungen liefern. Menschen mit einem hohen Maß an Verstehbarkeit, haben das Gefühl, dass sie die Welt um sich herum und die Ereignisse in ihrem Leben begreifen können.
Die Überzeugung, über nötige (innere und äußere) Ressourcen zu verfügen, um die An- / Heraus- forderungen des Lebens meistern zu können. Hierzu zählt auch die Bereitschaft zur Erschließung neuer Ressourcen.
Anmerkung: Theo Schoenaker, u.A. Autor der Bücher „Mut tut gut“ + „Lebensziel und Lebensstil“ nennt in diesem Zusammenhang 4 grundlegende Anforderung mit denen i.d.R. jeder Mensch in seinem Leben konfrontiert ist, diese zu meistern gedenkt oder sich ihnen verweigert. Hierzu zählen: Liebe/Partnerschaft, Arbeit/Beruf, Gemeinschaft/Gesellschaft sowie Spiritualität/Religion.
Die Überzeugung, dass das Leben und seine Herausforderungen einen Sinn haben und dass es sich lohnt, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Menschen, die in ihrem Leben Sinnhaftigkeit verspüren, können erfahrungsgemäß selbst als für schwierig empfundene Situationen besser bewältigen. Das kommt daher, da diese Menschen das Gefühl haben, dass ihr Engagement und ihre Bemühungen von Bedeutung und wichtig sind. Dies wiederum stärkt den Selbstwert (Geltungsbedürfnis) eines Lebewesens. Antonowsky hält das Thema „Sinnhaftigkeit“ für die wichtigste Komponente für das Kohärenzgefühl eines Wesens. Viele Menschen sprechen dann von „erfüllt sein“.
Das Kohärenzgefühl steht auch für die tiefsitzende persönliche Lebenseinstellung eines Wesens (die Individualpsychologie nennt das den „persönlichen Lebensstil“ eines Menschen, dessen Ausprägung ebenfalls darauf beruht, wie sich jemand selbst, die Menschen in seiner nahen und ferneren Umgebung und die Welt als solches, wahrnimmt).
Ein positiv geprägtes Kohärenzgefühl hilft Menschen besser mit Stress und Widrigkeiten des Lebens umzugehen. Es fördert somit ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden, denn diese Menschen entwickeln Resilienz (Widerstandskraft). Darüber hinaus können sie dann auch viel besser für die Geschöpfe sorgen, die ihnen anvertraut wurden (Tiere, Kinder, zu pflegende Angehörige, sonstige Schutzbedürftige) .
Aspekte, die zur Gesundheit / zum Wohlergehen beitragen und als „gesundheitsfördernde Ressourcen“ bezeichnet werden. Dazu gehören:
Gesunde Lebensgewohnheiten: Ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Schlafhygiene, Verzicht auf schädigende Substanzen, maßvolles Konsumieren von Genussmitteln
Gesundes Selbstwertgefühl: Fähigkeit zur Selbstermutigung und Selbstermächtigung
Die eigene Meinung positioniert vertreten. Grenzüberschreitungen von anderen entgegenwirken, sich wenn nötig - wehren können, Unterlassung von selbstschädigendem Verhalten, Reflexion statt Überkompensation
Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Herausforderungen bewältigen zu können und wenn nötig, die eigenen Handlungsmöglichkeiten erweitern (weiterbilden).
Soziale Unterstützung: Stabile, vertrauensvolle Beziehungen und Netzwerke wie z.B. Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Freizeitgemeinschaften.
Emotionale und geistige Ausgeglichenheit: Stressmanagement, Entspannungstechniken und positive Lebenseinstellungen, PsychoHygiene, spirituelle Praxis (Yoga, Meditation, Kontemplation etc.)
Ich-Integrität und Lebensziele: Konstruktive, pro-soziale Lebensausrichtung, klare Vorstellungen von den eigenen Werten, die das Leben richtig, wichtig und bedeutungsvoll machen.
Zusammengefasst: Energie folgt Aufmerksamkeit
In diesem Sinn ist die Salutogenese ein relevantes Konzept zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden. Es bietet einen ganzheitlichen Arbeitsansatz welcher den Fokus weg von der Bekämpfung von Krankheiten und hin zum erkennen, nutzen und stärken von Ressourcen verschiebt.
Mit dem Konzept der Salutogenese werden Lebewesen befähigt, gesund zu bleiben bzw. (wieder) gesund zu werden. In Kombination mit dem Einsatz verschiedener Tools wie der reflektierenden Gesprächsführung, der Psychokinesiologie, der Farblichtbefeldung (Pferde), dem Einsatz von Ätherischen Ölen sowie die Anwendung craniosacraler Techniken (Pferde) kann dieses Konzept Menschen helfen, selbst aktiv zur Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit und der Gesundheit ihrer Tiere beizutragen. Darüber hinaus das eigene Wohlbefinden zu fördern und zu steigern sowie noch besser für das Wohlergehen des eigenen Tieres sorgen zu können.
HINWEIS:
Mein Angebot ist als begleitende Lebens- und Gesundheitsberatung zu verstehen und dient NICHT der Behandlung und Heilung von Krankheiten. Ein psychoenergetisches Setting zur Balancierung / Harmonisierung mit den verschienen Ressourcen ersetzt keine heilkundliche Behandlung (Arzt / Heilpraktiker). Notwendige medizinische und/oder psychotherapeutische Behandlungen sind weder zu unter- noch abzubrechen. Aromatologie kann jedoch als Ergänzung bzw. begleitende Unterstützung einer medizinischen und/oder psychotherapeutischen Behandlung, insbesondere zur Linderung von Stress beitragen. Ihre Wirksamkeit ist bisher nicht durch wissenschatliche Erkenntnisse belegt.
|
|
|