Warum der Schlüssel zur Lösung oft in den Beziehungen liegt. Und was ist psychologisch gesehen eigentlich "systemisch"?
Von einem System im psychologischen Sinn sprechen wir dann, wenn es mindestens zwei Beteiligte gibt, die miteinander interagieren. Dabei kann es sich um etwas Grobstoffliches handeln z.B. Tier und Mensch, Besitzer und Reitbeteiligung, Patient und Therapeut etc. - als auch um etwas Feinstoffliches wie Gedanken, Emotionen, Wünsche, Bedürfnisse, die sich entweder ergänzen oder entgegenstehend wirken.
Als "systemisch" wird eine spezielle Sicht- und Herangehensweise beschrieben, welche alle möglichen, (direkte und indirekte) Aspekte mit berücksichtigt, die auf einen lebenden Organismus einwirken und diese mit in die Lösungsfindung einbezieht.
In der Tiertherapie existieren gleich mehrere systemische Faktoren parallel. A) das Körper-Geist-Seele-System des Tier-Patienten selbst, B) das Beziehungssystem Tier-Patient, Tierbesitzer + Umfeld, C) das Beziehungssystem Tier-Patient, Tierbesitzer, Tiertherapeut.
Systemische Kompetenz ist hilfreich um, mit speziellen Fragetechniken Beziehungskonstellationen, deren dysfunktionale Dynamiken und interpersonelle Unverhältnismäßigkeiten aufzudecken,. Darüber hinaus: innere Konflikte bei sich selbst wahrzunehmen und auch beim Tierhalter zu erfragen, Pojektionen zwischen Tier und Halter zu erkennen sowie den Beteiligten eines Systems den ihnen zustehenden Platz (wieder) einräumen zu verhelfen. Siehe hierzu auch systemische Tierbefragungen - lösungsorientierte Aufstellungsarbeit für's Pferd.
Der Therapeut als Teil eines interagierenden Systems
Inzwischen ist ausreichend nachgewiesen, dass eine entsprechend pro-soziale Interaktion des Helfenden, bereits schon einen Großteil zur Wirkung hinsichtlich Selbstheilung /-regulation eines Organismus beiträgt. Das gilt allerdings auch für die Umkehrung.
Warum ist das so?
Je nach Grad der eigenen Präsenz und individueller Empfänglichkeit des Beziehungspartners, überträgt sich unsere spezifische Schwingungsenergie auf unser(e) Gegenüber - in Deinem Fall sowohl auf den tierischen Patienten als auch auf dessen Tierhalter/Besitzer (oder eben umgekeht auf Dich die Therapeutin). Wir nennen das dann das Mitschwingen eines Systems mit einem anderen bzw. ganz einfach Resonanz. Je präsenter und stabiler Du also in Deinem ganzheitlichen "Doing" (Mensch + Therapeutin + ggf. Unternehmerin) bist, je besser Du selbst auf dem Boden der Tatsachen verankert und angekommen bist, Du Deine eigene Verwundbarkeit erkannt, die Grenzen Deiner eigenen Belastbarkeit akzeptiert, je tiefgründiger Du Deine eigenen Bedürfnisse (ich bin, ich kann, ich will) reflektiert hast und je ehrlicher, aufrichtiger und integerer Du damit auch nach außen hin auftrittst - darüber hinaus in der Lage bist, Deinem Gegenüber mutig und couragiert reinen Wein einzuschenken und/oder Paroli zu bieten, desto effizienter und nachhaltig erfolgreicher wirst Du mit Deinem Therapiekonzept sein.
Da wir als Helfende jedoch nur dann erfolgreich und für andere wirklich hilfreich sein können, wenn es uns selbst gut geht - insbesondere weil wir unsere eigenen Themen weitreichend geklärt haben, gibt es für Profis im Humanbereich (Berater, Trainer, Coachs, Therapeuten) seit vielen Jahren die (Selbst)Verpflichtung zur Reflexion mittels Supervision.
Im Sinne einer nachhaltig konstruktiven Hilfeleistung möchte ich nun hiermit den Raum öffen und auch anderen Berufsgruppen Zugang zu diesem wirksamen Medium ermöglichen. Ich lade Dich ein, noch die letzten Unsicherheiten bezüglich Deines Selbstverständnisses als Mensch, als Therapeut und ggf. als Unternehmerin im Umgang mit dem alltäglichen Begegnungen im Außen auszuräumen.
Neben ganz handfesten Tools für Deinen Erkenntnisgewinn und zur Interaktion mit Deinem menschlichen Gegenüber, biete ich Dir die Gelegenheit zu einem professionellem Austausch auf Augenhöhe und den Rahmen, Dein Wissen und Deine Kenntnisse in Sachen Beziehungskompetenz zu erweitern, zu vertiefen und zu professionalisieren - auch um damit deutlich weniger empfänglich für Manipulationen aus Deiner Umgebung zu werden. Du kannst dieses Setting als virtuelles Einzelcoaching buchen und ab 2027 auch als Präsenz-Gruppenveranstaltung in München und Umgebung.
Darüber hinaus sind Tier und Besitzer nicht nur durch ihre Beziehung zueinander verbunden, sondern unterliegen auch den Einflüssen ihres (un)mittelbaren Umfeldes. Das Wissen und Verständnis für die verschiedenen Möglichkeiten systemischer Dynamiken, wie sich diese bedingen und wie sie verändert werden können, sollte über die fachliche Extertise hinaus, in jeder qualitativ hochwertigen Therapieform mit berücksichtigt werden. Inzwischen wächst auch unter spirituell offenen Personen die Erkenntnis, dass sowohl betroffene Tiere als auch Menschen, die emotionalen Themen ihrer Beziehungspartner mittragen, diese manchmal unbewusst sogar "bedienen" weil sie die Erwartungen des Gegenübers erfüllen wollen.
Um so mehr werden diesbezüglich kompetente Therapeuten gebraucht, die dysfunktionale Beziehungsdynamiken überhaupt erkennen können. Therapeuten, die die den Mut haben, erkannte Muster auch zur Sprache zu bringen und auch in der Lage sind, gemeinsam mit dem Tierhalter, adäquate Lösungen zu entwickeln.
Dieses Reflexionssetting bietet Tiertherapeuten die Möglichkeit, anhand ihrer eigenen Praxisfälle, auch ihre systemische Wahrnehmung zu schärfen, insbesondere spezielle Frage- und Kommunikationstechniken zu erlernen, die sie in die Lage versetzen
Die obige Aussage von Neville Goddard soll klar machen, dass Umgebungsenergien einen ganz erheblichen Einfluß auf einen lebenden Organismus haben. Auch die Art wie einem Individuum Aufmerksamkeit zuteil wird, ist ganz entscheidend, ob sich der Organismus dadurch "energetisch" genährt (oder ausgezehrt) fühlt - ob er kooperiert oder in Widerstand geht. Wie ein Wesen auf Energien reagiert und in welcher Art es sich daran anpasst, hängt darüber hinaus mit seiner aktuellen Situation (z.B. seinem Alter), der jeweiligen Grundkonstitution, seinem Grad an Resilienz und seiner Historie zusammen. Allen Pferden ist gemeinsam, dass sie grundsätzlich sehr viel wahrnehmen. Sie können jedoch völlig unterschiedlich auf ein und dasselbe Ereignis reagieren (wie Menschen im Übrigen auch). Inzwischen ist jedoch nachgewiesen, dass ein dysfunktionaler Umgang mit lebenden Wesen, deren Gesundheit nachdrücklich beeinträchtigt.
Wenn Du Dich als Tier-Therapeut diesbezüglich weiterbilden willst, Kontaktiere mich gerne direkt telefonisch, per whatsapp oder via e-mail oder nutze das Kontaktformular.
Ein Seminar wird im Workshop-Format stattfinden, sobald genügend Interessenten zusammenkommen. Mindestteilnehmeranzahl 5 - maximale Teilnehmeranzahl: 8
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